Familienaufstellung und Familienstellen

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Familienaufstellungen
Gruppe in Wuppertal

28.01.2018

 

Wie funktioniert eine Familienaufstellung in der Gruppe?


Stellvertreter        Klient        Ablauf        Das Feld         Was zeigt sich        Die Lösung


Systemische Familienaufstellungen finden in der Gruppe statt, aber mittels Bodenankern nutzen wir die lösende Wirkung auch in unseren Einzelterminen.

Bei der Gruppenarbeit unterscheiden wir zwischen Stellvertreter/Beobachter und Menschen die ein persönliches Anliegen klären möchten.

Die Stellvertreter/Beobachter:

Die Stellvertreter nehmen an den Aufstellungen teil, weil sie das Familienstellen und/oder die Arbeit des Seminarleiters kennen lernen möchten. Viele kommen regelmässig, da sie mit der Arbeit in Verbindung bleiben möchten und weil sie auch als Stellvertreter von den Prozessen profitieren.
So stellen sie sich für den Prozess zur Verfügung. Es steht ihnen frei, eine Rolle anzunehmen oder auch abzulehnen.
Wir empfehlen aber jedem, sich diese Erfahrung nicht entgehen zu lassen. Mal drüber reden oder etwas darüber zu lesen ersetzt keine persönliche Erfahrung.


Teilnehmer mit eigener, persönlicher Aufstellung:
Die andere Gruppe sind Teilnehmer mit eigener Aufstellung. Sie kommen mit einem persönlichen Anliegen, dass sie mit unserer Unterstützung lösen möchten.


Der Ablauf einer systemischen Familienaufstellung:
Bei einer Familienaufstellung wird das innere Bild der Herkunftsfamilie oder der Gegenwartsfamilie des Klienten im Außen abgebildet.
Am Ende des Prozesses, wenn die gute Lösung gefunden ist, wird das nun geheilte, neue Familienbild wieder hereingenommen.
Der Teilnehmer mit eigenem Anliegen (also der Klient) beschreibt sein Anliegen, das er klären möchte. Es fällt einigen Klienten schwer, dies in einem Satz zu formulieren, da sind wir natürlich gern behilflich.
Nun wird festgelegt, welche Personen, aus dem Herkunftssystem und/oder Gegenwartssystem, welche Symptome oder welche Wesensanteile benötigt werden.
Entsprechend werden dann die Stellvertreter ausgewählt. Der Klient wählt, in der Regel, auch einen Stellvertreter für sich selbst, damit er erst einmal von "außen" beobachten kann.
Die gewählten Stellvertreter werden dann vom Klienten im Raum positioniert. Er folgt dabei einfach seinem inneren Gefühl.
Jetzt wird der Klient zum Bobachter seines Prozesses, die Stellvertreter positioniert, die Aufstellung beginnt.

Die Stellvertreter fühlen sich in ihre Rollen ein, dh, sie spüren nach, wie sie sich gerade fühlen.

Das phänomenologische oder morphogenetische Feld
Hier zeigt sich nun die Wirkung des "phänomenologischen oder morphogenetischen Feldes", über das sich schon viele Wissenschaftler den Kopf zerbrochen haben. Verschiedene Erklärungsmodelle wurden dazu entwickelt, aber letztendlich lässt sich die Existenz dieses Feldes nur an der Wirkung erkennen. Es ist nämlich so, dass die Stellvertreter Dinge wahrnehmen können, die oft eindeutig mit der Person zu tun haben, die sie vertreten und das, obwohl sie diese Personen in der Regel gar nicht kennen und auch nichts über sie wissen. Das ist keine besondere Gabe von wenigen, sonder jeder kann das!


Welche Gefühle können das sein?
Einfache Gefühle oder Wahrnehmungen wie, die rechte Schulter fühlt sich schwerer an, ich kann nicht geradestehen, ich habe ein Kribbeln im linken Bein, meine Hände sind ganz kalt, ich kann nicht nach oben schauen, ich bin müde oder es kribbelt usw...
Es können aber auch komplexere Impulse wahrgenommen werden:
Ich spüre eine Last im Nacken, die mich nach unten drückt, ich muss mich hinlegen, ich fühle mich von X abgestoßen, ich spüre eine starke Liebe zu Y, ich fühle mich schuldig, ich werde hier angeklagt, ich bin sehr traurig, ich bin glücklich, das macht mir Angst, ich fühle mich jetzt befreit, endlich kann ich aufatmen usw.........
Diese "Fremdgefühle" können sich ohne Weiteres auch noch vertiefen, Neues beim Gegenüber auslösen und damit bekommt eine Familienaufstellung oft eine Eigendynamik mit der Tendenz zur Lösung.

Der Klient entscheidet
Im Laufe der Arbeit kann der Klient entscheiden, ob er selbst in seine Aufstellung kommen möchte, was in der Regel der Fall ist. So kann er die Lösung nicht nur sehen sondern auch selbst fühlen, die letzten erforderlichen Schritte gehen, wichtige Sätze selber aussprechen und so das Abschlussbild viel besser integrieren. Das Abschlussbild und die damit verbundenen Gefühle sind das Wichtige, sie gilt es tief und fest ins Herz zu nehmen.


Zum Schluss werden alle Stellvertreter aus ihren Rollen entlassen und der Klient bedankt sich bei ihnen für die Unterstützung.

 

Wie können Sie sich auf eine Familienaufstellung vorbereiten?

Die Vorbereitung auf eine Familienaufstellung

Genogrammarbeit im Vorfeld einer Familienaufstellung