Familienaufstellung und Familienstellen

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Familienaufstellungen
Gruppe in Wuppertal

28.01.2018

 

Vorbereitung auf eine Familienaufstellung


Vorbereitung     Hilfreiches      Was noch     Geschwisterreihe       Eltern      Großeltern      Genogramm      Angst


Bevor nachfolgend auf die Vorbereitungen auf eine Familienaufstellung eingehen, möchten wir auf unsere, auf einander aufbauende, Seminar-Reihe hinweisen.
Bitte nutzen Sie dazu den Reiter: Gruppenseminare/Seminaraufbau.

Ist eine Vorbereitung auf die eigene Familienaufstellung notwendig?
Nach unserer Erfahrung ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Lösung die ehrliche Entscheidung sich auf den Aufstellungsprozess einzulassen, Altes loszulassen, neue Wege zu gehen, also die Bereitschaft Veränderung zu zu lassen und Vertrauen auf die gute Lösung mit in die Arbeit ein zu bringen.
Im Kopf möchte natürlich jeder eine Verbesserung, allerdings nicht immer auch eine Veränderung.

Wichtig ist die Entscheidung im Herzen, das klare "JA" im Herzen.
Um Platz zu mach für Neues, darf Altes gehen. Zum Beispiel altes Verhalten oder alte, übernommene Glaubenssätze.

Mit dieser Einstellung steht einer guten Lösung nichts mehr im Wege.


Was ist hilfreich?
Hilfreich ist es, wenn Sie sich mit der Struktur Ihrer Herkunftsfamilie, also mit Ihren Ahnen, auseinander setzen.
Das geht gut, indem Sie sich über die außergewöhnlichen Lebensumstände und wichtigen Ereignisse im Leben Ihrer Eltern und Großeltern erinnern oder darüber Informationen besorgen.
Dieses Sammeln von Informationen und somit das Beschäftigen mit der Vater- und der Mutterseite setzt im Vorfeld bereits einen Prozess in Gang, der bei der späteren Arbeit unterstützend ist und gleichzeitig zu
mehr Verständnis führen kann.


Welche Informationen über Ereignisse können beim Familienstellen nützlich sein?

Beispiele:
Fangen Sie einfach mit Ihrer Geschwisterreihe an. Gab es Abtreibungen oder Fehlgeburten, sind Geschwister von Ihnen früh verstorben, gab es Geschwister mit Behinderungen oder mit anderen ungewöhnlichen Schicksalen?
Dann können Sie einen Blick auf Ihre Eltern werfen. Wie war ihr Umgang miteinander? Standen Ihre Eltern fest und gut im Leben? Gab es gegenseitige Achtung in ihrer Beziehung? Gab es Suchtprobleme? Gab es Abhängigkeiten? Wie haben Ihre Eltern auf ihre Kinder geschaut?
Fühlten Sie sich von Ihren Eltern gesehen, fühlten Sie sich geliebt?


Die Eltern:
Gab es behinderte, abgetriebene, verlorene oder gestorbene Geschwister bei Vater und/oder Mutter?
Gibt/gab es "schwarze Schafe" in der Familie, über die man nicht spricht, die man meidet und ausgrenzt?
Ist etwas über Missbrauch, Mord, Selbstmord oder Familiengeheimnisse bekannt?
Konnte jemand sein Leben nicht leben, wurde jemand zB zur Heirat gezwungen oder ein intensiver Kinderwunsch verwehrt?
Sind Ihre Eltern unter ungewöhnlichen oder schwierigen Verhältnissen aufgewachsen? Gibt es Schuldzuweisungen?


Die Großeltern und die Ahnen:
Zu oben aufgeführten Möglichkeiten kommt in dieser Generation noch die Kriegsthematik, Täter-Opfer-Problematiken, Gefangenschaft, "besondere" Positionen oder Tätigkeiten in der Kriegszeit (NS), Vertreibung, Hunger, Flucht, Vertreibung, Vergewaltigung usw verstärkt hinzu.

Die genannten Punkte dienen als Hinweis und Orientierung.
Manchmal können Sie bei einer Familienaufstellung hilfreich sein, aber viel wichtiger erscheint es uns, dass Sie sich mit Ihrem Herkunftssystem beschäftigen.

So beginnt der Lösungsprozess.


Vielleicht schauen Sie sich auch unsere Seite zur Genogrammarbeit an, hier können gesammelte Daten grafisch dargestellt und eingearbeitet werden.



Ein kleiner Hinweis zu auftretenden Ängsten:
Vor einer persönlichen Familienaufstellung kann der Verstand Ängste erzeugen, wichtige Gründe erfinden, die die Aufstellung gerade jetzt nicht zulassen oder das Gefühl vermitteln, dass eigentlich alles ok ist.
Nehmen Sie es positiv. Weil es Ihnen wichtig ist, endlich eine Lösung zu finden, gibt es auch ein wenig Aufregung.



Bei Fragen hierzu oder vor oder nach Prozessen stehen wir gern zur Verfügung. Bitte nutzen Sie dazu das Kontaktformular.